Posadas and piñatas

Well, the year is coming to an end and you are probably wondering how Christmas is celebrated here in Mexico.

First of all, I have to say, that growing up in Germany where we have so many wonderful Christmas traditions and put a lot of importance towards the weeks before Christmas, the festivities itself, the family, the food and the gifts, it is sometimes hard for me to not be in Germany during this time. I miss my family and the traditions I grew up with especially during this time of the year – the Christmas markets, opening the advent calender every morning until the 24th, baking cookies and making a gingerbreadhouse. During my time in England it was no problem, because there it´s almost the same, including the cold weather. All of this is either missing or very different in Mexico.

First of all, Mexicans don’t celebrate the Advent season, the 4 weeks before Christmas. The city and houses are decorated with images and lights in every colour you can imagine, enormous christmas trees are put up in the plazas and people go a little mad in the shopping malls.

So far so good – this is pretty much the same Thing all around the world during this time. Now what is the mexican thing about Christmas? Easy – posadas, piñatas and the importance of family.

In Mexico, posadas are held in families, neighbourhoods, streets, at work and with friends during the 16th of December and Christmas. The first Posada was celebrated in monastery of Acolman in Mexico City. The posadas represent the pregnancy of Maria and her and her husbands search for a place to stay in Bethlehem. People at a Posada sing Christmas songs, eat and drink and there is always a piñata.

Even if you don’t attend a Posada, a piñata is a vital element of any Christmas celebration and through out the year of children’s birthdays as well. Originally, the form of a piñata was round with seven peaks representing the seven capital sins. Therefore, when smashing the piñata it was a symbol for destroying the seven capital sins. Nowadays, piñatas come in all shapes – traditional ones, characters from movies, cartoons etc. Just recently we bought a piñata for our nephew of Captain America and in April we had a Minion piñata for my cousin. You put up the piñata hanging on a rope recheable for everyone. One side of the rope is movable and this way, someone is moving the piñata up and down and to the sides. For small children this is not necessary but for adults the piñata is moving and also they use a blindfold for their eyes to make things more complicated.

The piñata is usually made out of papermaché and therefore getting weaker with every hit until she eventually bursts open and all the sweets fall out. For hitting the piñata usually a broomstick is used (in case you are wondering – yes, we have already broken several broomsticks this way). As you can see in the picture, the moment, the piñata bursts open, everyone wants the sweets. Seriously – this is like war. I have seen my mexican family throwing themselves at the sweets, gathering them up in an incredible speed and ignoring anything else that is happening around them. On our nephews birthday a month ago, my husband took away sweets I was aiming for – I was holding our baby niece at that moment and when I asked him later about it, he hadn’t even realized that it was us aiming for the sweets! Seriously, if Mexicans were as determined as they are with the piñata in all other matters, this would be a world-leading economy!

Anyways – to come back to mexican Christmas, the most important part of all is to be with the family. I love this part, because in Germany we sometimes loose focus on the family part and concentrate on the gifts, worry about the right food etc. But here, family is the only thing that matters for Christmas – and isn’t that the main idea of the Holidays?

 

 

 

 

 

 

 

Vermittlerin zwischen zwei Kulturen

Seit ein paar Wochen arbeite ich als Dolmetscherin im technischen Bereich. Es geht bei diesem Projekt darum, zwischen ein paar deutschen Technikern und mexikanischen Arbeitern zu übersetzen. Dieses Training ist das erste Mal, dass ich mehrere Wochen am Stück übersetze und es fällt mir dabei immer wieder auf, dass ich nicht nur als Dolmetscherin, sondern vor allem auch als Vermittlerin zwischen zwei Kulturen fungiere.

Die deutsche “Zackizacki-Mentalität” trifft auf die mexikanische “Ausredenwirtschaft”, wie ich sie nennen möchte. Man muss sich das so vorstellen: Der Deutsche fragt den Mexikaner eine konkrete Frage. Ich übersetze ihm diese Frage und der Mexikaner antwortet. Allerdings beantwortet er nicht die Frage, sondern windet sich wie eine Schlange um eine konkrete Antwort, die er offensichtlich, warum auch immer, nicht geben will. Also übersetze ich diese Antwort, die keine Antwort ist an den Deutschen. Dieser denkt sich: “Hey, das ist doch gar nicht die Antwort auf meine Frage” und fragt nochmal mit anderen Worten oder auf andere Art und Weise. Das übersetze ich dem Mexikaner und wieder weicht dieser der Antwort aus. So geht das weiter bis man irgendwann mit viel Geduld und Hartnäckigkeit die Antwort auf eine Frage bekommt, die man in einem Satz hätte beantworten können. Überhaupt scheint für die Deutschen auf den ersten Blick hier alles viel komplizierter als bei ihnen im heimischen Werk: Vorgänge werden hier in Mexiko durch (unlogische) Sicherheitsvorschriften und allgemeine Organisationsprobleme erschwert oder gar unmöglich gemacht. Ein einfaches Beispiel: Während man in Deutschland einfach Teile aus einer Kiste rausnehmen kann und so schnell weitermachen kann, wenn ein Teil mal kaputt ist, sind die Teile hier in Mexiko genau gezählt. Es wird mit einem Baukastenprinzip gearbeitet wo die genaue Anzahl von Teilen drin ist. Auf die Anmerkung, dass das doch unpraktisch sei und die Produktion aufhalte, wenn mal ein Teil fehlerhaft ist, entgegnen die Mexikaner: “Ja, aber wenn wir das gleiche System wie in Deutschland verwenden, verschwinden hier Teile, weil sich Leute die mit nach Hause nehmen.” Die Deutschen fühlen sich anhand solcher Aussagen machtlos und gelangen in einen Konflikt mit ihrer Arbeitsmoral. Denn in Deutschland fühlen wir uns schließlich unserer Arbeit verpflichtet. Wir denken mit und weiter und bleiben nicht nur an einem Vorgang hängen. Diese Arbeitsmoral ist zwar für den Arbeitgeber erstmal gut, aber kann natürlich auch zu Stress führen, wenn man sich emotional nicht auch ein bisschen distanziert und die Arbeit nach Feierabend einfach Arbeit lassen sein kann. Da ist die mexikanische Mentalität für den einzelnen Arbeitnehmer schon vorteilhafter, wenn sie auch für den Arbeitgeber ein Albtraum ist, denn der allgemeine mexikanische Arbeiter fühlt sich seiner Arbeit nicht wirklich verpflichtet. Wenn etwas falsch oder nicht mehr vorhanden ist, ist es nicht selbstverständlich, dass man dem Vorarbeiter Bescheid gibt und in der Zwischenzeit arbeiten sie einfach falsch weiter oder unterhalten sich mit ihren Kollegen. Die wenigsten denken mal über ihre Aufgabe hinaus mit und allgemein herrscht die im Land so verbreitete Einstellung “Komm’ ich heut’ nicht, komm’ ich morgen” auch bei der Arbeit. Gern genommen ist auch die Erklärung: “Das ist nicht meine Aufgabe.”

Da sind die Deutschen schon um einiges organisierter und strukturierter. Wenn es in Deutschland ein Problem gibt, wird eine Lösung gesucht. Wenn es in Mexiko ein Problem gibt, hören die Deutschen viele verschiedene Erklärungen und Ausreden, warum etwas nicht funktioniert, aber an einen Lösungsansatz denkt man erstmal nicht.

All diese Dinge über unterschiedliche Kultur, Arbeitsmoral und Organisation einer Firma sind den Deutschen vor Ankunft in Mexiko eher selten klar. Daher müssen wir als Dolmetscher auch erklären und vermitteln. Mexikanern kann man die Dinge nicht so hart und direkt sagen wie unter Deutschen. Wenn die Deutschen unter sich mal lautwerden, mache ich mir keine Sorgen, weil ich weiß, dass das einfach mal raus muss. Aber die Mexikaner schauen besorgt, denn laut werden aus Wut gibt es hier nicht. Man sagt sich die Dinge ruhig und gelassen, auch wenn es schwierige Themen sind, aber nicht mit hochrotem Kopf und erhobener Stimme. So wie die Mexikaner also den Antworten ausweichen, so sind die Deutschen zu direkt, denn wenn ich ihre wütenden Worte manchmal direkt übersetzen würde, wären die Mexikaner sehr gekränkt und würden vermutlich die Arbeit komplett verweigern. “Das ist doch totale Scheiße.” wird daher auf Spanisch zu sowas wie “Eso está muy mal.” (Das ist sehr schlecht.)

Das wichtigste ist wie so oft auf beiden Seiten Toleranz und Geduld, denn sonst sind die Deutschen frustriert, weil sie mit der “Zackizacki-Mentalität” nicht weiterkommen und die Mexikaner sind frustriert, weil sie Ärger bekommen. Sie werden unsicher, weil sie Dinge falsch machen und wollen aus Unsicherheit noch weniger Verantwortung als sowieso schon übernehmen, denn in der “Ausredenwirtschaft” wird so wenig Verantwortung wie möglich übernommen.

Mir bleibt an dieser Stelle nur, aufzuzeigen, was man voneinander lernen kann. Auch ich muss manchmal noch daran arbeiten, mein “Deutschsein” abzulegen oder an Mexiko anzupassen, aber ich arbeite daran 🙂 Wenn alle beteiligten Personen aus der Erfahrung lernen, dann übernehmen die Mexikaner in Zukunft hoffentlich mehr Verantwortung, organisieren Vorhaben im Vorfeld besser und kümmern sich um Dinge, die sie etwas angehen anstatt, zu sagen “Ist mir egal”. Die Deutschen hingegen müssen lernen, dass sich Pläne ändern können, dass man die Arbeit nicht immer so ernst nehmen muss und das es manchmal schlichtweg verschwendete Energie ist, sich über Dinge aufzuregen, die man sowieso nicht ändern kann.

 

Kuchen und Schokolade

Immer wieder werde ich von Mexikanern gefragt, wie ich mit der mexikanischen Küche zurecht komme und was ich vermisse vom deutschen Essen. Das beantworte ich immer gleich: Mir fehlt Schwarzbrot, deutsche Schokolade, Kuchen und Lakritz. Ok, Lakritz ist etwas sehr spezielles, was auch in Deutschland zugegeben nicht jeder mag, deshalb ist das ein wenig außen vor. Dass es Schwarzbrot nur bei uns gibt ist auch jedem klar, der mal in Südeuropa war und sich dort mit Weißbrot arrangieren musste.

Bezüglich der Schokolade: Ich weiß nicht, was da in Mexiko schiefläuft mit der Schokolade, denn schließlich kommt ja der Rohstoff, der Kakao, aus Mexiko. Schon die Maya benutzten die Kakaobohnen um Trinkschokolade herzustellen. Dann kamen allerdings die Europäer und entwickelten wunderbare Verarbeitungsformen dieses Rohstoffs. Nicht umsonst ist die Schweizer oder Belgische Schokolade weltbekannt. In Deutschland habe ich immer das Gefühl, dass nicht nur die Schokolade wunderbar cremig und lecker ist, sondern wir auch sehr einfallsreich mit den Geschmackssorten sind – man denke nur mal an Schokoladenkreationen mit Cranberries, Popcorn oder Chili abgesehen von den üblicheren Sorten mit Keks- oder Fruchtfüllung. Ritter Sport bringt jedes Jahr neue saisonale Geschmackssorten raus – es scheint also ein ewig erweiterbares Feld zu sein.

Heute kann man in Mexiko wunderbare Trinkschokolade aus Kakao bekommen (zum Beispiel in Oaxaca) aber die Schokolade als Süßigkeit ist nicht zu vergleichen mit der deutschen. Hier gibt es vor allem mexikanische und US-amerikanische Sorten und die sind längst nicht so cremig, so lecker oder so vielfältig wie in Deutschland sondern schmecken oft nur nach Zucker. Man kann zwar importierte Ritter Sport kaufen, aber auch die sind nicht mehr so lecker wie in Deutschland durch den langen Transport und außerdem kosten sie das vierfache wie zuhause.

Typische mexikanische Süßigkeiten beinhalten eben keine Schokolade und sind mir ehrlich gesagt nach wie vor ein Rätsel, denn die meisten enthalten Chili. Zwar sagen die Mexikaner, das sei doch “süßer Chili”, aber für mich ist es trotzdem leicht scharf und keine Süßigkeit.

Genau so wie mir “vernünftige” Schokolade in Mexiko fehlt, vermisse ich auch die schöne deutsche “Kaffee- und Kuchenkultur”. Neulich sprach ich mit einem mexikanischen Bekannten, der mehrere Jahre in Deutschland gelebt hat. Als seine Gastfamilie 2 oder 3 Leute zum Kaffee einlud, wusste er mit diesem Konzept überhaupt nichts anzufangen, denn in Mexiko wird immer Gott und die Welt eingeladen und Kaffee und Kuchen als Mahlzeit gibt es auch nicht. Dabei ist das eine so wunderbare Gelegenheit zusammenzukommen! Egal ob zuhause oder in einem Café, es ist immer ein intimes Treffen zum Plaudern und wer hat schon keine Lust zum Plaudern über einem leckeren Stück Kuchen und einem Kaffeegetränk?!

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Bezüglich der Kaffeegetränke ist Mexiko auf einem guten Weg, denn es gibt eine ungeheure Vielfalt: Vor allem Frappés und kalte Kaffeespezialitäten gibt es mit allem, was man sich so vorstellen kann: Mokka, Oreo, Schokolade, Cappuchino, Nutella usw. Kuchen allerdings gibt es in Mexiko generell, wenn jemand Geburtstag hat, aber nicht einfach so mal am Wochenende, weil man Lust hat, einen zu backen. Und selbst zum Geburtstag kommt man nicht auf die Idee, den Kuchen am Nachmittag zu verspeisen, sondern es gibt ihn nach dem Abendessen als Nachtisch. Die wenigsten Leute backen Kuchen, meist wird er gekauft. Als meine Familie zu unserer Hochzeit kam, beschlossen wir, dass meine Mama, Tante, Schwester und beste Freundin unsere Hochzeitstorte machen würden. Das stieß bei der mexikanischen Familie auf Verwunderung und meine mexikanische Nichte nutzte die Gelegenheit direkt, um zu helfen und zu lernen, einen Kuchen zu backen. Der Kuchen hier in Mexiko ist auch von der Machart ganz anders als wir es gewöhnt sind: In den allermeisten Fällen sind es mächtige Sahne- oder Cremetorten, ab und zu gibt es auch mal einen Cheesecake, aber auf einen schönen Obst- oder Marmorkuchen kann man lange warten. In Bäckereien gibt es zwar süßes Gebäck, aber was täte ich nicht manchmal für eine Streuselschnecke oder ein Franzbrötchen!

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Día de Muertos – Tag der Toten

 

Es ist Anfang November in Mexiko. Das bedeutet, es ist Zeit für ein ganz besonderes Ereignis: Día de Muertos. So wie in Deutschland zu Allerheiligen werden auch hier in Mexiko in den ersten Tagen des Novembers die Toten gefeiert und es wird an sie erinnert. Allerdings geschieht das hier auf ganz andere Weise.

Die Feierlichkeiten kündigen sich schon einige Wochen vorher an – ab Oktober kann man in Supermärkten Halloweendekoration kaufen und in Bäckereien Pan de Muertos (Brot der Toten) erwerben. In den papelerías kann man Papel picado besorgen (buntes Papier mit Scherenschnitten) und an Straßenständen werden Cempasúchil verkauft. Cempasúchil ist eine Blume, die bereits vor Ankunft der Spanier weit verbreitet war bei den indigenen Völkern in Mittelamerika. Die Blume, die auf Deutsch “Aufrechte Studentenblume” heißt, blüht nur im Oktober und November, sie ist orange oder gelb und wird zur Dekorierung der Straßen und Altäre anlässlich des Día de Muertos verwendet.

Die Feierlichkeiten dauern dann im Grunde 3 Tage: am 31. Oktober werden die US-amerikanischen Halloweentraditionen übernommen, Kinder verkleiden sich und ziehen um die Häuser um Süßigkeiten zu erbeten. Das Gleiche tun sie übrigens auch am 1. und 2. November – man muss die Gelegenheit ja ausnutzen 😉 Am 1. November ist dann generell der Tag der Verstorbenen und zwar der verstorbenen Kinder und am 2. November der Erwachsenen. Anlässlich dieser beiden Tage sind in der Stadt und in vielen Häusern Altäre aufgebaut mit den Bildern der Verstorbenen, kleinen persönlichen Artikeln und ihrem Lieblingsessen. Denn man glaubt, dass die Seelen der Verstorbenen in diesen Tagen zur Erde zurückkehren und ihre Familien besuchen. Typisch für die Altäre ist das Pan de Muertos, Cempasúchil, kleine, süße Schädel aus Zucker oder Schokolade, Kerzen und Papel picado.

Das Ganze ist keinesfalls ein trauriges Fest – in Deutschland und generell Mitteleuropa ist der Tot ja allgemein ein ganz schwieriges, stilles Thema: man schweigt, darf nicht lachend über einen Friedhof laufen, hat Respekt vor den Toten und generell ist das Thema Tod ein sehr persönliches. Hier verwandelt sich am 1. November der Friedhof in ein Ort des Beisammenseins – Familien dekorieren die Gräber ihrer Angehörigen mit Cempasúchil, es wird auf dem Grabstein gepicknickt und ausgiebig Tequila getrunken während man sich Geschichten der verstorbenen Person erzählt und sich gemeinsam an sie erinnert.

Außerdem verkleiden und bemalen sich am 1. und 2. November viele Menschen entsprechend des Anlasses: als Skelette, Catrinas (ein Skelett in Form einer eleganten Dame), Hexen usw. So wurde ich dieses Jahr zum Beispiel von einem Zombie an der Supermarktkasse bedient, war beim Sport von Skeletten umgeben und wurde von einer Hexe zu meinem Tisch im Restaurant geführt. Es gibt zwar auch Umzüge wo richtig aufwendige Catrinakostüme gezeigt werden, aber das Tolle ist eigentlich, dass es etwas selbstverständliches ist, sich am Día de Muertos zu verkleiden: Man verabredet sich nicht erst zu einer “Halloweenparty”, sondern es verkleiden oder schminken sich einfach alle, die Lust dazu haben – egal ob auf der Straße, beim Sport, bei der Arbeit oder nur bei sich zuhause. Der Tag der Toten ist eben eine mexikanische Tradition und die wird in jeder Hinsicht gepflegt.

 

Honeymoon in paradise – my Top 5 places on the Yucatan peninsula

6 months ago, Gus and me got married. After celebrating a beautiful wedding with both our families and a lot of friends there, we went on our honeymoon. At first we had planned to go abroad for this trip but decided then to take advantage of the fact that Mexico has beautiful destinations to offer and we wouldn’t need to get a visa or pay an expensive flight. So we decided to do our honeymoon on the Yucatan peninsula.

The Yucatan peninsula is a place full of history and culture due to Mayas living there for over 1000 years now. Also, the peninsula possesses fascinating flora and fauna such as cenotes and jaguars. Most people only know Cancún as a point of reference on the peninsula. Cancún is the biggest city in the area and home of the most frequented airport in Mexico. Everyday, more passengers pass through Cancún Airport than the airport in Mexico City. Cancún is home to sandy white beaches, a turquoise sea and hundreds of resort hotels. In Cancún you can pay with US-Dollars, expect people to speak English (which is not the case in the rest of Mexico) and see the typical visitor from around the world on an all-inclusive vacation. I hate that place. Everything is so fake. A lot of people never leave the hotel complex and say that they went to Mexico. Mexican restaurants sell westernized food, the main streets of Cancún and close by Playa del Carmen are filled with international chains and you can buy souvenirs from all over Mexico in the stores as if you really had visited the whole country. Also, Cancún is really expensive because people take advantage of the fact, that foreign tourists will pay a rather high price for Mexican standards because it’s still a lot cheaper than in their home country.

As you can see, I am not a big fan of Cancún and neither is Gus. That´s why when we arrived to Cancún airport, we immediately picked up our rental car and got moving to the south of the peninsula. Here, a few hours south of the tourist madness lies a blue paradise: The lagoon of Bacalar or the lagoon of seven colours. The village of Bacalar which is spread out on the lagoon is tiny and there are only small hotels, no chains. The lagoon is the most beautiful thing I have ever seen in my life! It actually is made up of 7 colours because of different depths and plants in the water. The water is sweet (which makes the swim even more enjoyable as I think) but because of the size of the lagoon and the tropical climate you feel as if you were on the Caribbean Sea. There are several cenotes in the lagoon, deep wholes and sources of fresh water, that have there own ecological system and are a paradise for divers.

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My top 5 of the Yucatan penisula:

  1. Bacalar
  2. Tulum
  3. Calakmul
  4. Xel-Ha
  5. Holbox

Bacalar is definitely my number 1 destination on the Yucatan peninsula and probably in the whole country that is Mexico. In Bacalar you will get a real Mexican experience – the place, the people, the food etc. The next place I would highly recommend to visit is Tulum. The archaeological area on the lime stone cliff is breathtaking! The town is full of young travelers and the beach is absolutely beautiful. Also, there are several cenotes (fresh water pools) in the area where you can enjoy a swim.

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From Bacalar we went to the archaeological area of Calakmul for a day trip. When you have a rented car that’s no problem to do so, if you don’t, the transportation there can be complicated. However, it’s definitely worth to go because Calakmul is an astonishing archaeological site and old Maya city that was a rival of Tikal in Guatemala. Everyday, thousands of tourists visit Chichén Itzá. When we went to the even bigger site of Calakmul, there where about 20 other tourists on the site. And we went on a Sunday, when the entrance to most archaeological sites in Mexico is free. The pyramids that lie in the jungle here are worth a visit and also the view from the top of the pyramids is amazing – you see nothing but green, no sign of civilization what so ever!

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Close to Playa del Carmen there are several parks that are supposed to be really good. I have visited Xel-Ha and Xcaret and have to say that they are both expensive but really cool! I especially liked Xel-Ha with it’s mixture of water fun park and actual marine beauty (there is a bay with fishes, corals etc., a cenote and just beautiful beaches).

Holbox is an island on the north coast of the Yucatan peninsula. Due to the position between the Caribbean Sea and the Golf of Mexico, the island is surrounded by very smooth and shallow waters. When we got into the water, we walked and walked and walked before it ever got any deeper. We never walked as far as we couldn’t reach the ground anymore because that would have been to exhausting. When swimming in the sea here, you are almost alone (depending on the beach) and there are fishes and animals here and there. When we were swimming in the sea, 3 young rays passed by and during some months of the year, whale sharks come to the waters of Holbox. The island is rather small and there are no cars, so you get around best by bike or walking. And make sure to plan a lot of time at the beach – you will feel like in paradise!

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These 5 are my favorite places on the Yucatan peninsula – of course the list can go on and on – Chichén Itzá, Uxmal, Mérida, Celestún, Cozumel, Isla Mujeres…. What’s important, is that the area is incredibly diverse and paradise like anywhere you go. So just maybe consider going here on a vacation because it’s definitely worth a visit!

 

 

De la luciérnaga hasta la ballena – ideas sobre el medio ambiente

En julio tuve la oportunidad de ir al estado de Tlaxcala junto con Gus y con otro amigo. Fuimos al pueblo de Nanacamilpa para visitar el santuario de la luciérnaga. Cada año, vienen milliones de luciérnagas a los bosques de Nanacamilpa para aparearse. El resultado es un mar de luces en el bosque que te deja sentir algo mágico porque la naturaleza es tan hermosa en darnos esos regalos.

Luego me enteré que antes había otras áreas con tantas luciérnagas, por ejemplo en Aculco (Edo. Mex.) pero que ya (casí) se extinguieron porque la gente no las cuidaba. Las guardan en frascos para tener las luces que producen y se mueren las luciérnagas o los matan para tener el brillo de ellas en su piel.

Otro fenómeno natural que me impresionó mucho es la mariposa monarca en el estado de Michoacán. He ido dos veces y ambos ha sido completamente diferente e igualmente impresionante. Pensar que esas pequeñas mariposas vienen en 3 generaciones de Canadá a México y otra vez a Canadá me impresiona mucho. Ver los ramos y troncos en el bosque lleno de mariposas dormidas y ver cómo vuelan por todos lados a tu alrededor es algo increíblemente bonito. No sé de las luciérnagas, pero el fenómeno de la mariposa monarca es algo que sólo se puede ver aquí en México.

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Aunque está prohibio matar la mariposa monarca, hay personas que no las respetan y pasan por el bosque sin que les importan las reglas del santuario.

Ahora pensamos un poco más grande: Cada año, entre febrero y abril si no me equivoco, se juntan miles y miles de flamingos en la península de Yucatán. Precisamente en Río Lagartos y Celestún, dónde hay manglares. Ver tanto rosa a tu alrededor cuando estás en la lancha es súper bonito. Y se ven tan chistosos los flamingos! Parece que forman una fila para despegar y mientras ‘esperan’ su turno están charlando sobre todo lo nuevo. Se escucha su croar de verdad como si estuvieran intercambiando noticias de los chismes actuales! Luego ver como despegan y aterrizan a trompicones me da tanta gracia, es un espectáculo natural hermoso!! Igualmente de hermoso me imagino ver a las ballenas en Baja California!

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Ahora, si matan a una luciérnaga o a una mariposa, matarán a un flamingo o a una ballena? Tal vez no, pero tal vez echan aguas negras o basura en el agua que está conectado con el manglar donde reside el flamingo o al mar donde vive la ballena. A lo mejor no se muere el flamingo o la ballena, pero se va a enfermar o ya se busca otra región para el apareamiento o la cría.

México es un país increíblemente rico en naturaleza y recursos naturales – tienen tanta hermosa flora y fauna, fenómenos cómo los que describí, frutas que ni conocemos en Alemania o en Europa y que son una delicia! La diversidad biológica en ciertas áreas como la Sierra Gorda igualmente que en todo el país es impactante. Todo eso es un tesoro de valor innumerable! Nada de los fenómenos que describí van a ver en Europa porque es un continente ‘cultural’, mientras México y América en General son mucho más ‘natural’. En Europa pueden ver ciudades, en América paisajes. En Europa van a museos y sitios de interés, en América ven animales, comen frutas salvajes y se bañan en una cascada. Sinceramente, a mí me gusta mucho más América en ese sentido. Sin embargo, el continente americano está a punto de destruir muchos de esos valores naturales por industría, tecnología, falta de responsabilidad y falta de visión de las consequencias y eso me da mucha tristeza. No digo que Alemania es mejor que México, pero en el sentido de cuidar el medio ambiente, yo creo que si lo es. ¿De verdad es tan difícil no tirar tu basura en cualquier lugar? ¿Reciclar en casa, cuidar el agua y no desperdiciar la luz? ¿Andar en bici o a pie de vez en cuando en vez de agarrar el carro siempre? México tiene recursos naturales hermosos y no está aprovechando de ellos. Inviertan en el (eco)turismo, cuiden flora y Fauna, aprovechen sitios naturales y gozen de los recursos que nos da la tierra sin acabar con ellos!

 

 

 

Willkommen in der Zivilisation

Nun habe ich schon seit mehreren Wochen keinen Eintrag mehr geschrieben. Einer der Gründe dafür war eine kleine Reise nach Kanada, über die ich heute ein bisschen erzählen möchte:

Seitdem Kanada die Visumspflicht für Mexikaner vor einem guten Jahr abgeschafft hat und danach Trump mit vielen Mexikofeindlichen Worten und Gesten dafür sorgte, dass viele Mexikaner die USA nicht mehr als Reisemöglichkeit sehen, wird Kanada als Reiseziel für Mexikaner zunehmend beliebter. Für die Einreise in die USA benötigen Mexikaner ein Visum (auch wenn sie nur als Tourist einreisen wollen) was man nur nach einem aufwendigen Verfahren bekommt. Um nach Kanada einzureisen musste ich für sowohl Gus als auch mich nur ein paar Daten im Internet angeben, pro Person ca. 10 Euro bezahlen und fertig – innerhalb von Minuten hatten wir per E-Mail die Bestätigung, dass unsere Einreise angenommen war.

Als wir dann einige Tage später in Vancouver gelandet waren, fiel uns sofort die Ordnung auf, die im ganzen Land herrscht und die wir aus Mexiko so keinesfalls gewöhnt sind. Beim Verlassen des Flughafengebäudes mussten wir einen Zebrastreifen überqueren, um auf der anderen Seite den öffentlichen Personennahverkehr zu nehmen. Wir sehen, dass zwei Autos angefahren kommen und bleiben aus Gewohnheit stehen, denn in Mexiko kann man lange darauf warten, als Fußgänger von einem Auto vorbeigelassen zu werden. Die beiden Autos bremsen und halten schließlich vor dem Zebrastreifen an – Gus und ich schauen uns verdutzt an, grinsen und überqueren dann uns bedankend und lachend die Straße. Gus meint, dass die Autofahrer auch denken müssen, wir seien verrückt, wenn wir uns so über einen Zebrastreifen und ein anhaltendes Auto freuen. Wir haben eben ganz vergessen, dass Kanada ein ‘zivilisiertes’ Land ist und freuen uns, mal wieder in einem geordneteren Land zu sein als das wunderschöne aber chaotische Mexiko. In den nächsten Tagen lernen wir dann schnell, dass Kanada sogar noch geordneter ist als zum Beispiel Deutschland: Wir warten an einer Bushaltestelle auf den Bus, wir sind die ersten wartenden Passagiere. Da wir sehen, dass der Bus erst in ca. 10 Minuten kommt und wir vom vielen Laufen durch die Stadt müde sind, setzen wir uns auf eine Bank, die neben der Bushaltestellte steht. Neben uns ist noch eine Bank und nach wenigen Minuten setzen sich ein paar Leute darauf. Als der Bus dann kommt, stellen wir erstaunt fest, dass sich eine ordentliche Schlange gebildet hat, die hinter der anderen Bank beginnt. Wir wurden also als sitzende Personen ohne es zu merken in die Schlange integriert und es wird gänzlich respektiert, wer zuerst da war. Gus sagte, Kanada sei das geordnetste und zivilisierteste Land in dem er je gewesen sei.

Es ist wirklich schön, mal ein paar Tage Ordnung zu erleben: Eines Morgens ist der Bus recht voll und wir erleben, wie der Busfahrer an jeder Haltestelle nur noch ein bis zwei Leute mitnimmt, damit der Bus nicht zu voll wird und gleichzeitig die Verteilung gerecht ist und er nicht an zahlreichen Bushaltestellen einfach vorbeirauscht (wie es in Mexiko der Fall ist wenn der Bus voll ist). Als wir uns für ein paar Tage ein Auto mieten sind wir entzückt von den guten Highways (ohne Schlaglöcher) und den Straßen generell (ohne Bremsschwellen). Man hält sich an Verkehrsregeln, Geschwindigkeitsbegrenzungen und wir können sogar ohne Sorge unsere Wertsachen im Auto lassen! In Mexiko ist das Diebstahlrisiko viel zu hoch, die Geschwindigkeitsbegrenzungen interessieren die wenigsten und Verkehrsregeln sind oftmals eher Empfehlungen.  Nach ein paar Stunden Autofahren sagt Gus zu mir: “Das ist richtig langweilig so zu fahren – 110 km/h ohne Schlaglöcher und ohne viel Verkehr.”

Kanada ist ein wunderschönes Land – landschaftlich beeindruckend mit unheimlich netten Menschen und einer bunten Bevölkerung. Besonders die Rocky Mountains haben uns beeindruckt, diese spitzen Felsen mit Gletschern die so unbezwingbar aussehen und einfach bildschöne Landschaften entworfen haben. Auch Vancouver – von Bergen und Meer umgeben ist als grüne Großstadt wirklich eine Reise wert.

Auch war es toll, mal wieder Jahreszeiten zu erleben: Während unserer 10 Tage in Kanada haben wir drei Jahreszeiten durchlebt. Am Anfang in Vancouver war es mit bis zu 25°C noch kanadischer Sommer, auf dem Weg in die Rockies haben wir einen goldenen Herbst erlebt mit wunderbar bunten Blättern und an unserem letzten Tag in Calgary hat es geschneit! Das war wirklich schön, aber genau so schön war es, dass wir nach einem Tag Schnee wieder in die mexikanische Sonne fahren konnten 🙂

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