Mi bici y yo

Desde que puedo recordar, siempre he andado en bici. En Alemania es algo, que está dentro de nuestra cultura general ir en bici. Cuando eres niño sales con tus amigos o paseas la bici por el pueblo, como adulto lo usas como medio de transporte o para hacer excursiones de vez en cuando. Desde que tuve 10 años, usé mi bici todos los días – en la secundaria y preparatoria lo usé diario para ir a la escuela, para visitar amigos o para ir al deporte. En la universidad cómo medio de transporte principal cómo lo tienen muchos estudiantes – para ir a la uni, al deporte, hacer compras (a veces pensé que se iba a romper mi canasta de tantas cosas que compraba y transportaba en bici…) e incluso para salir en la noche. Personalmente me encanta andar en bici – me gusta ser más rápido que caminando, hacer ejercicio mientras voy de un punto a otro, no tener que pagar nada para mi transporte, no contaminar y ayudar al medio ambiente con esa forma de transportarse y me gusta sentir el viento de marcha en la cara. También aquí en México uso la bici diariamente para ir al trabajo y para algunas otras cosas. Llevo 15 años de experiencia con la bici, sin embargo, usarla en México me ha puesto a enfrentar nuevos retos: Soy una anárquica, una outlaw como dicen en inglés – alguien sin ley y sin derecho en las calles. Lo bueno es que cómo casí no hay reglas para bicis y si las hay, también les vale gorro a los policías, puedo hacer lo que quiero casí casí. Mientras en Alemania está prohibido andar en la banqueta o pasarte un rojo en la bici, aquí lo hago con toda la confianza del mundo. Me meto en calles de sentido contrario, paso entre los carros mientras esperan en un semáforo y estaciono mi bici donde sea. No quiero que piensen que soy una mala en mi bici, claro que respeto a los peatones por ejemplo, pero la verdad es que si disfruto de la libertad ciclista. Si paso un policía sólo le regalo una sonrisa y ya 🙂

Ahora vemos la desventaja – no tengo derechos en el transito. Por lo menos así parece – casí no hay carriles para bici, a veces los carros me rebasan tan cerca que me asusto, los camiones son los que menos respetan bicis y mas dan miedo, en algunos baches y hoyos de las calles me podría perder con mi bici y hay muchas personas que aparentemente piensan que el direccional sólo es para decoración. Ahora que es época de lluvias llego mojada de los pies a la casa porque aunque no llueve en ese momento, las calles están mojadas y a veces se convierten en ríos que tengo que atravesar.

Lo que más me pasa es que me rebasa un carro para luego luego (unos metros más adelante) estacionarse en mi carril o meterse en una otra calle etc. También me encantan los conductores que no miden su espacio – mientras los camiones no me dejan nada de espacio y rebasan bien cerquita, hay personas a las que les doy miedo de cicilista o no sé. Entonces o no rebasan o rebasan con un chingo de espacio así que podría caber otro carro! Esas personas generalmente manejan los carros más pequeños…

Para seguridad obviamente siempre traigo casco y en la noche, luces, pero veo otros ciclistas que no usan ni el casco ni luces – me pregunto cómo uno puede correr tanto riesgo en andar en bici que supuestamente es algo divertido y chido!

Generalmente una vez a la semana hago compras con mi bici, nada mayor, sólo cosas que puedo transportar en mi mochila y mi canasta. Pero las personas que cuidan el estacionamiento o los empleados del súper me ven cómo un extraterrestre cuando entro con mi casco enganchado a la mochila y guardo mis compras en una bolsa de tela y la mochila en vez de pedir mil bolsas de plástico…

Otra molestia del ciclista en México son los perros – no sé si les parece algo peligroso o algo desconocido, pero sea como sea, los perros no quieren a los ciclistas. Generalmente nada más ladran cuando los pasas, pero a veces también te siguen…

Pues cómo pueden ver, la vida de ciclista en México no es fácil pero no me quitará mi amor a la bici 😉

Korruption selbst gemacht

Ich habe während meines Studiums mal versucht, eine wissenschaftliche Arbeit über Korruption zu schreiben und bin an Hand der Dimension des Themas und den vielen verschiedenen “Niveaus” von Korruption schlichtweg gescheitert. Inzwischen habe ich aber verschiedene korrupte Situationen in Mexiko selber erfahren und möchte nun zumindest hier darüber schreiben.

Der Begriff der Korruption ist sehr komplex und “so undurchsichtig wie die Strukturen, in denen Korruption gedeiht: Korruption ist der Missbrauch anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil. Ob Bestechung oder Bestechlichkeit im internationalen Geschäftsverkehr oder im eigenen Land, ob Käuflichkeit in der Politik oder der Versuch, durch Schmiergelder Vorteile zu erlangen – Korruption verursacht nicht nur materielle Schäden, sondern untergräbt auch das Fundament einer Gesellschaft.” (https://www.transparency.de/was-ist-korruption.2176.0.html)

Bevor ich das erste Mal nach Lateinamerika kam, hatte ich mir nie Gedanken gemacht um Korruption, ich dachte gar, dass es sie in Deutschland nicht gibt. Das ist natürlich ein Irrglaube und möchte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass Mexiko korrupt ist und Deutschland nicht. Ich denke, der Unterschied liegt in der Art und Weise der Korruption und in der Normalität derselben. In Deutschland kommt Bestechung, Schmiergelder und ähnliche schmutzige Geschäfte eher auf einer höheren Ebene – unter Managern, Konzernchefen usw. vor. Auβerdem habe ich die Illusion, dass die Politik davon nicht so stark betroffen ist wie die Wirtschaft. Ob das stimmt oder nicht, weiβ ich nicht, aber das ist ein weiterer Indikator für die Korruption in Deutschland: Sie geschieht im Stillen und Geheimen und weit weg vom Ottonormalverbraucher. In Mexiko ist das ganz anders:

Als Gus und ich auf unserer Hochzeitsreise im Bundesstaat Quintana Roo waren, hatten wir uns für ein paar Tage ein Auto geliehen und waren damit in den wunderschönen Süden des Bundesstaats gefahren. Nun mussten wir das Auto am Vormittag von Playa del Carmen zurück nach Cancún bringen um es wieder abzugeben und dann mit dem Bus weiterzureisen. Playa del Carmen und Cancún trennt eine gute Stunde Autofahrt und beides sind Touristenhochburgen die wir gerne meiden und nur wegen des Flughafens oder anderer Service nutzen. Wir waren also auf dem Weg nach Cancún mit genug Zeit um das Auto abzugeben und dann zum Busbahnhof zu gehen, als wir von einer Polizeistreife angehalten wurden. Angeblich war Gus 100 km/h gefahren, obwohl ja nur 70 erlaubt war. Was uns der Polizist erzählte, stimmte absolut nicht, wir waren mit 80 km/h unterwegs gewesen, nicht mehr. Aber in so einer Situation hat der Polizist nun mal Recht und man selber sollte lieber nichts sagen. Gus händigte also seinen Führerschein aus und fragte, wie es nun weiterginge. Der Polizist schockte uns mit der Aussage, Gus’ Fahrerlaubnis bliebe nun auf dem Polizeipräsidium, bis wir die Strafe dort bezahlten, das könnten wir in ein paar Tage tun. Diese Art der Bürokratie in DER Urlaubsgegend Mexikos schien uns unvorstellbar! Aber die Möglichkeit, den Führerschein zu behalten und die Strafe per Post zu den Behörden in unsere Heimatstadt zu schicken, gab es angeblich nicht. Also nahm sich Gus der Sache an. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht genau weiβ, wie sich der Polizist und Gus geeinigt haben, aber Gus fragt immer sowas wie “Und können wir das nicht anders regeln?”. Ihr müsst wissen, dass dieses ‘regeln’ nie vor der Dame im Auto ausgehandelt wird, sondern man das auβerhalb des Wagens ‘wie Männer’ regelt. Gus kam also wenige Minuten später wieder, nahm wortlos 200 mexikanische Pesos (= 10 Euro) aus seinem Geldbeutel und gab diese dezent dem Polizisten. Beide schienen zufrieden und so machten wir uns von dannen.

In dem Moment dachte ich schon, dass der Polizist uns absichtlich aus dem Verkehr gezogen hatte mit dem Hintergedanken, uns Geld abzuzwacken, denn Leihautos haben in Quintana Roo kein Kennzeichen. Sie haben stattdessen ein Papier an der Rückscheibe kleben und sind entsprechend leicht zu erkennen zwischen vielen Autos. Aber gut, ich denke immer an das Beste im Menschen und hatte noch die Hoffnung, dass es ein doofer Zufall gewesen war.

Wenige Minuten später, als wir gerade an den Rand der Stadt Cancún kamen, winkte uns eine Motorradstreife rechts rüber und das Spiel fing von vorne an. Diesmal kamen wir mit 150 Pesos davon und während der letzten paar Kilometer fuhren wir nun übervorsichtig und wollten nur noch das Auto loswerden. Zweimal angehalten zu werden konnte nun wirklich kein Zufall mehr sein und ich machte mir klar, wie die Polizisten vorgingen: Sie suchten konkret Leihwagen, die auf dem Weg zurück nach Cancún waren. Natürlich, denn hier war der Flughafen und die Autovermietungen, die Insassen der Autos hatten es also in der Regel relativ eilig. Ich war mir sicher, dass wir den Polizisten verhältnismäβig sehr wenig Geld gegeben hatten, denn wer weiβ, wie viel zum Beispiel eine angespannte, verängstigte US-amerikanische Familie der Polizei gibt, wenn sie hören, dass ihr Führerschein einbehalten werden soll. Und ich weiβ nicht, ob das ein Faktor war, aber mein blondes Haar hilft in solchen Situationen auch nicht wirklich sondern lässt die Polizisten denken, sie können noch mehr kassieren.

Wir sehen also, dass Mexiko ein Land ist, in dem Korruption sich durch alle Ebenen von Machtstrukturen zieht. Wenn die obersten Politiker des Landes Millionen und Milliarden an Pesos, die dem Staat gehören, in die eigene Tasche stecken, warum sollte das dann ein kleiner Polizist nicht tun? Ich habe über den moralischen Konflikt nachgedacht, dass wir im Kleinen Korruption betrieben haben und ich bin absolut nicht zufrieden damit. Allerdings ist Korruption etwas stark verwurzeltes in der mexikanischen Mentalität und damit sich daran etwas ändert, muss der Wandel von oben kommen und die “groβen Haie” müssen es den “kleinen Fischen” vormachen. Was mich wirklich dabei stört ist die zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit. In Mexiko gibt es wie in vielen Schwellenländern nur eine kleine Mittelschicht und die Schere von Arm und Reich geht weit auseinander. Arme Menschen sind sehr arm und reiche sehr reich. Und dann nehmen sich die ohnehin schon sehr gut bezahlten Politiker, Polizeichefs und sonstige ‘wichtige Leute’ noch Milliarden an Pesos dazu, um sich ihre vierte Villa zu bauen oder sonstiges zu kaufen, wenn so viele Mexikaner an Hunger leiden oder sich keine medizinische Behandlung leisten können… Die Welt ist ungerecht.

 

 

 

Hombres mexicanos

Ese será un post para todas las chicas, porque quiero hablar con ustedes sobre el otro género. Bueno – también los hombres pueden aprender algo 😉 Les quiero contar cómo son diferentes los hombres alemanes o europeos y los mexicanos para que las chicas mexicanas vean lo bueno que tienen con sus hombres.

Cuando recién llegué a México hace ya casi 6 años, tuve un amigo con el que salí frecuentemente. No se preocupen – en ese momento todavía no conocía a mi esposo y el tenía novia. Salimos mucho al centro para que yo conociera más de la ciudad y me di cuenta que siempre cuando andabamos en la banqueta, el afuerzas tenía que ir del lado de la calle donde van los autos. También siempre me abría las puertas y me dejaba pasar primero si había poco espacio. Para mi era algo totalmente desconocido, pero se me hizo lindo – muy caballeroso. En Alemania jamás había conocido a alguien de mi edad que fuera caballeroso, era algo que solo había visto en la generación de mis abuelos hasta la fecha. Me costó un poco acostumbrarme a eso – tanto con ese amigo que con mi esposo, mi cuñado o alguna compañia masculina que tenga – pero me pareció algo lindo. El hombre ‘cuida’ a la mujer por pequeños gestos. Luego alguien me contó, que esa costumbre de que el hombre va del lado de los carros tiene sus raíces en los tiempos de la revolución o guerra o algo así y originalmente fue una manera del hombre de protegerse porque la gente aventaba cosas de las ventanas de sus casas a la banqueta para pegarle al soldado en la cabeza y matarle de esa forma. De ahí mi percepción cambió completamente.

Lo pensé más y más y me di cuenta que de hecho los gestos no son lindos para cuidar a la mujer pero que insinuan que la mujer no lo puede hacer. Eso es algo que no sólo se refleja en que los hombres sean ‘caballerosos’ pero siento que todavía es muy presente en toda la sociedad mexicana y en muchas relaciones entre hombre y mujer: La mujer es el sexo débil, ella necesita de la ayuda del hombre. Conozco muchas chicas para las cuales no aplica eso, pero también conozco muchas familias donde todavía es así. Lo bueno de esa idea es que generalmente el hombre mexicano tiene muchas más la idea que tiene que apoyar a su familia y que realiza las responsabilidades que tiene. Creo que la distribución de las responsabilidades es más clásica que en Alemania: En México, generalmente el hombre gana más dinero que la mujer y sostiene a la familia, la mujer es ama de casa, cuida a los niños o tiene un trabajo ‘inferior’ o ‘menor’ que el hombre – en Alemania casi siempre es el caso que trabajan los dos. Creo que lo mejor es, cuando el hombre está consciente de las responsabilidades y le hace sentir a su mujer como una dama con detalles como abrirle la puerta pero que al mismo tiempo le apoya en todos los proyectos de la mujer y que no la vea como alguien más débil que él. Aunque también hay que mencionar que muchas veces no es el hombre que ponga los límites a su mujer, pero ella misma se los pone.

En general, el hombre mexicano definitivamente es más apasionado que el hombre alemán. Sé que es un estereotipo, pero es cierto! El mexicano no sólo se apasiona por su pareja en el sentido sexual, pero también por ella completamente, por sus seres queridos, por algún deporte/ pasatiempo/ etc. y le echa ganas en lo que le apasiona. El hombre alemán es más frío, no se apasiona o entusiasma por algo fácilmente y es mucho más reservado. El hombre mexicano enseña lo que tiene – deja abierto los primeros botones de su camisa para que todos vean su pecho (que en muchos casos está peludo como el de un verdadero macho) y agarra a su chica para darle besos sabrosos aunque está en público. En Alemania es un poco mal visto darse besos apasionados en público y el look de la camisa abierta es algo nada común. De hecho a mí me costo bastante trabajo dejar que Gus me diera los besos que quería en público o enfrente de mis papas, por ejemplo, cuando a él no le importaba nada eso.

Aparte de que el hombre es más cariñoso, caballeroso y apasionado que el alemán, tienen una gran ventaja más que creo que aplica en general para casi todo hombre latino: baila! A mí me encanta bailar y toda mi vida en Alemania siempre he pensado “Porque no hay hombres que bailan?”. Luego me di cuenta que sí los hay, pero pues viven en otro continente. Los hombres latinos bailan mucho más y mucho mejor que los europeos – lo traen en su sangre. Durante mi estancia en Brasil vi eso cada vez que salimos los estudiantes de intercambio: los latinos sudados de bailar toda la noche y los europeos con caderas rígidas y escondiéndose atrás de su bebida. Así que – chicas mexicanas – valoren lo que tienen en sus hombres 😉

 

 

Eine mexikanische Geburt

Seitdem ich in Mexiko bin, ist mir schon laenger aufgefallen, dass das ganze Thema der Gesundheit hier etwas anders angegangen wird als in Deutschland. In Mexiko gibt es viele Alternativen zur klassischen Schulmedizin, zum Beispiel Homöopathie, Naturheiler und Medizinmänner, Heilungen durch Energie und so weiter. Ich weiss, dass all dies auch in Deutschland gibt, aber in Mexiko ist es weiter verbreitet und mehr von der Gesellschaft akzeptiert als in meiner Heimat. Gleichzeitig gibt es in Mexiko auch viele Menschen, die sobald sie eine kleine Erkältung haben, Antibiotika nehmen und sich mit Medikamenten vollpumpen. Das ist für mich ein Gegensatz, den ich nicht ganz nachvollziehen kann, aber ich denke, es tritt hier wie bei so vielem das Gegensätzliche der mexikanischen Kultur auf: Die vorspanischen Völker wie Maya und Azteken hatten die natürlichere Medizin und noch heute wird diese am meisten in entlegenden Gegenden Mexikos praktiziert während die Europäer die ‘moderne’ Medizin nach Mexiko gebracht haben.

Vorgestern hatte ich die Gelegenheit, bei einer Geburt dabei zu sein: Gus und ich haben seine Schwester und Schwager und ihren Sohn ins Geburthaus begleitet, um bei der Geburt des zweiten Kindes dabei zu sein. Daisy und Uzziel bevorzugen definitiv die natürliche Seite der mexikanischen Medizin und hatten sich daher ein Geburtshaus ausgesucht und kein Krankenhaus. In Mexiko ist es nämlich so, dass bei der Geburt in einem Krankenhaus unheimlich oft ein Kaiserschnitt gemacht wird, obwohl das eigentlich gar nicht notwendig ist und der Arzt nur Geld verdienen moechte. Mexiko ist eines der Länder mit den meisten Kaiserschnitten weltweit. Während in Deutschland fast jede dritte Geburt ein Kaiserschnitt ist, erblickt die Hälfte aller Mexikaner auf diese Art und Weise das Licht der Welt (http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/fast-jede-dritte-geburt-in-deutschland-ein-kaiserschnitt-13802250.html; http://alianzasalud.org.mx/2014/08/mexico-el-pais-con-mas-cesareas-en-el-mundo-oms/).

Als die Wehen am Nachmittag gegen 18 Uhr einsetzten, machten wir uns also auf den Weg – die werdenden Eltern, ihr Sohn Enok (2,5 Jahre), ihre Hündin Cloe und Gus und ich – von Querétaro nach San Miguel de Allende (ca. 45 Minuten Fahrt). Das dortige Geburtshaus legt Wert auf natürliche Geburten und ist ein Zusammenschluss mehrerer Hebammen. Während der nun folgenden Wartezeit beschäftigten wir uns mit unserem Neffen und vertrieben uns so die Zeit. Das Haus war wirklich schön und wir merkten gleich, dass es hier sehr menschlich zuging. Auch unser Neffe Enok ist hier zur Welt gekommen. Mir gefiel vor allem, dass Cloe hier mit reindurfte. Zwar war die ‘Oberschwester’ nicht gerade begeistert, aber die für Daisy zuständige Hebamme sagte, wir sollten das nicht ernst nehmen und so blieb unsere vierbeinige Begleitung die ganze Zeit in Daisys Zimmer. Direkt neben ihrem Zimmer war der Entbindungsraum, wo Daisy sich auf eine Wassergeburt vorbereitete. Zu Beginn plantschte ihr Sohn da noch mit ihr drin rum und als es dann langsam ernster wurde, war der Kleine bei uns auf dem Arm. Es war tatsächlich ein volles Haus, denn wir waren zu neunt in einem relativ kleinen Raum – Daisy und Uzziel als Eltern im Wasserbecken, Cloe, eine Hebamme, drei (!) angehende Hebammen und Gus und ich, die sich mit Enok auf dem Arm abwechselten, der natürlich immer wieder versuchte, zu seinen Eltern zu kommen. Für mich war es erstaunlich, wie viele Menschen bei dieser Geburt anwesend waren! Mal ganz abgesehen von der Anwesenheit der Hündin, hatte ich doch bisher aus Deutschland nur gehört, dass prinzipiell eine oder zwei Begleitpersonen dabei sind und zudem nicht so viele Hebammen auf einmal. Auch ist es in Deutschland denke ich eher der Fall, dass die gröβeren Geschwister des Neugeborenen nicht anwesend sind, ja, erst gar nicht mit ins Krankenhaus kommen sondern zum Beispiel bei Oma und Opa bleiben wenn es soweit ist. Ich denke, es war eine gute Erfahrung für Enok, bei der Geburt seiner Schwester dabei zu sein. Zwar fing er am Ende, als Daisy bei den letzten paar Wehen vor Schmerz schrie, an zu weinen, aber das ist ja verständlich – wer will seine Mami schon so leiden sehen? Aber als die kleine Maus dann da war, war auch Enok ganz berührt und zufrieden, seine Eltern so glücklich zu sehen.

Um also nochmal auf die groβe Anzahl an Menschen, die bei der Geburt dabei war, zurückzukommen: Ich muss sagen, dass es mir richtig gut gefiel, dass die gesamte Kernfamilie beisammen war (mit Kind und Hund). Gus und ich waren als Helfer auch durchaus nützlich für Daisy und Uzziel (was zu Essen und zu Trinken kaufen, Enok unterhalten, Fotos machen usw.), auch wenn wir uns selber manchmal ganz schön unnütz und hilflos fühlten. Und irgendwie ist es ja auch ein gutes Zeichen, wenn so viele angehende Hebammen dabei sind, denn das bedeutet doch, dass es Nachwuchs gibt in diesem Beruf, der Beruf an sich ansprechend ist und das ist ja bekanntlich in Deutschland ein Problem.

Als dann kurz vor Mitternacht die kleine Maus endlich da war, verstand ich ein bisschen besser, dass 1 + 3 Hebammen dabei waren – in dem Moment, als Aleph das Licht der Welt erblickte, ging alles so schnell und jede von ihnen machte irgendetwas – Nabelschnur durchschneiden, Kind einpacken, Wasser und Schleim aus dem Rachen holen, ihr Sauerstoff unter die Nase halten usw. Wenige Momente später war sie dann bei ihren Eltern, die genau wie wir vor Freude weinten. Was für ein wunderschöner Moment! Dann durften auch Gus und ich unsere ‘frische’ Nichte im Arm halten und Enok durfte endlich zu seinen Eltern.

Willkommen auf der Welt, Aleph!

 

 

Deslices lingüisticos

Llevo casí 6 años aprendiendo español y cómo lo aprendí aquí en México, hablo el español mexicano. Al principio hice muchísimos errores pero de los errores uno aprende. Considero que hablo muy bien el español y lo estudié en la universidad durante 3 años. Sin embargo, el lenguaje mexicano me complica las cosas hasta la fecha con sus doble sentidos y el lenguaje coloquial. Aparte de eso, tengo un esposo a quién le encanta hacerme bromas y burlarse de ciertos errores o cosas que me cuestan mucho trabajo con su lengua, así que aquí les van algunas historias de mis deslices lingüisticos:

Malentendidos

Cuando uno aprende un idioma en el mismo país, es decir no por medio de un curso o algo así pero simplemente por vivencias y pláticas, mucho se trata de escuchar alguna expresión o una palabra desconocida y entenderla por el contexto. Al usar esa expresión uno mismo, a veces se descubre que lo había entendido mal desde un principio. Así que para explicar que algo se va a dividir en mitad y mitad entre dos personas, en vez de decir “micha-micha” dije “miche-miche” y el otro estaba esperando una michelada!

A Gus le gusta mucho usar las expresiones cómo “¿Todo chicles?” “¿Que hongo?” etc. En una ocasión me dijo “¿Que hay?” y yo quería entrar al juego y le contesté: “Nariz de pelo gris.”

Cómo mi esposo se aprovecha de que a veces no entiendo

A Gus le encanta jugar conmigo y aprovechar de la situación que a veces hay expresiones coloquiales que no entiendo y que no puedo checar en un diccionario porque el lenguaje mexicano es simplemente tan diverso, tan ambiguo y las expresiones dependen tanto del contexto, que no las hay ni en diccionarios ni en internet. Así que una vez cuando ya teníamos sueño y me quería dormir, me dice Gus: “Que onda, mi amor, ¿vamos a hacer cochinadas?” Yo no sabía que significaba eso así que le pregunté y me explicó: “Ah pues es cuando vas a dormir con tu pareja, le das unos besos y unas caricias.” Yo le creía. Así que cuando fuimos a una fiesta después de eso, ya queríamos irnos y me preguntó Gus “Que onda, ¿ya nos vamos? ¿Vamos a hacer cochinadas?”, yo le dije con todo el entusiasmo del mundo: “¡Siiiii!” Después de meses, casí años, me dijo la verdad… La vergüenza cayó sobre mi al pensar en todas las ocasiones que usamos esa expresión así en público. Lo bueno es que todos sus amigos de Gus quedaron impresionados cuando yo le contesté que sí con todas las ganas del mundo….

Lo mismo intentó Gus unos años con “vamos a hechar pata” pero ahora no caí 🙂

Ultimamente, empezamos con un pequeño “entrenamiento” en detectar y entender doble sentido y albur. Una noche me pone Gus el ejemplo de “Elber Galarga”. Yo ya detecté que hay algo ahí y que tiene (como todo) un doble sentido sexual, pero cómo no sabía las palabras, no lo descifré tan rápido y repetí muchas veces “Elber Galarga. Elber Galarga. Elber Galarga.” con diferentes acentuaciones. Gus se estaba moriendo de la risa y me dijo: “¿Te puedo grabar, amor?”. Por lo menos se divierte él mientras yo no sé que onda…

Lo peor de todo

Una noche, yo llevaba más o menos un año viviendo en México apenas, estuvimos en nuestra cocina – Gus (mi esposo), su mamá, su cuñado, sobrina y yo. Tuvimos una pequeña discusión y como Gus ya no quería hablar de ese tema me dijo: “Ay, ya chingada madre, Hannah.” Yo sinceramente no sabía la diferencia así que le dije “Ay, chinga tu madre!” – en presencia de su mamá! Su mamá de Gus era muy linda y me dijo: “Te voy a perdonar porque no sabes lo que estás diciendo.” Fiuuuuuu!

 

Als weiβe Frau in Mexiko

Mexiko ist ein Land indem viele, viele Menschen auf ganz unterschiedliche Weise leben. Ich habe schon mal angesprochen, dass Mexiko ein sehr vielfältiges Land ist. In Bezug auf Haut- und Haarfarben ist das allerdings nicht der Fall. Natürlich gibt es hier und da einen Weiβen oder einen Schwarzen aber die allermeisten Mexikaner passen auf jeden Fall in das klassische Bild des Latinos oder der Latina: dunkle Haut, schwarze Haare. Ausserdem ein oft rundliches Gesicht (eher die Nachfahren der indigenen Einwohner), eine eher rundliche Statur und die Körpergröβe ist auch insgesamt auf jeden Fall niedriger als in Europa.

Dieses ‘kollektive’ Aussehen der Mexikaner kommt durch ihre Geschichte zustande: Die allermeisten Mexikaner sind Nachfahren von Mestizen. Mestizen sind die Kinder, die aus der Verbindung eines Spaniers (meist Männer) und eines Ureinwohners (meist Frauen) entstanden als Spanien Mittelamerika erobert hatte.

Was bedeutet das nun für mich, eine dunkelblonde, hellhäutige, 172 cm groβe, junge Deutsche? Während man sich in Deutschland mit diesen Attributen eher im Mittelfeld aufhält und nicht sonderlich auffällt, ja – sogar als Durchschnittsdeutsche durchgeht, zieht man in Mexiko garantiert die Blicke auf sich. Es ist sofort klar: “Die kommt nicht von hier.” Man fällt auf, das ist einfach so.

Alles im Leben hat Vor- und Nachteile, so auch hier: Manchmal will ich einfach nur in Ruhe gelassen werden und bin von den Blicken (und Sprüchen) genervt. Manchmal finde ich es witzig, zum Beispiel wenn ich jemanden in flieβendem Spanisch anspreche und ich in seinem Gesicht die Fragezeichen sehe: “Die spricht wie ich, aber sie sieht so anders aus.” Manchmal finde ich es unpraktisch, wäre gerne besser gegen die mexikanische Sonne geschützt und finde keine Schuhe in meiner Gröβe. Manchmal finde ich es blöd, von Menschen auf seine Hautfarbe und Herkunft beschränkt zu werden. Manchmal kann es gefährlich sein, denn meine Hautfarbe vermittelt vielen Mexikanern die Idee “Die muss viel Geld haben.”

Aber meistens ist es schön und bringt mir viele Vorteile: Es öffnet unheimlich viele Türen und Möglichkeiten, die Menschen sind nett und offen zu mir. Sie vertrauen den Ausländern merkwürdigerweise oft mehr als ihren Landsleuten. Ich treffe fast immer auf hilfsbereite Menschen und wenn man ehrlich interessiert fragt, weil man zum Beispiel etwas nicht verstanden hat, bekommt man auch eine ehrliche und gute Antwort. Man(n) hält an und lässt mich über die Straβe gehen und mir werden Türen offen gehalten. Ich kann sicher sein, in einer Menschenmenge von meinem Mann schnell gefunden zu werden und sorge für allgemeine Heiterkeit wenn ich denke, ich habe ‘ordentlich Farbe’ bekommen.

 

The sombrero, the donkey and the tequila

This is the post excerpt.

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I honestly don’t know where this stereotypical image of Mexicans comes from, but this is the idea a lot of people have about Mexico: A dark skinned guy leaning on a cactus in a desert-like landscape. The sun burning while he is taking a siesta with his sombrero on his head tapping his eyes. Next to him lies a bottle of Tequila and his donkey stands close-by.

To be honest, I also had this idea before coming to Mexico. I was expecting emerging cities and industries but I thought that in the rural areas I could actually see this image. Until today I have not solved the question why we have this idea in western Europe. My husband has no idea where it comes from so this is a true riddle.

Another idea, basically promoted by news we see and her about Mexico in Europe is that it’s an incredibly dangerous place – dead People lying on the street because of a war between drug dealers and cartels.

I am just going to cut to the chase here – both ideas are not true. Well, concerning the drug war I have to say that there were times when in some cities in the North of Mexico the situation was truly horrifying. This was during the time that Felipe Calderón was president of Mexico (2006 – 2012), before and after this most presidents just let the drug cartels be and don’t bother them too much, but Calderón decided to fight them which let to an escalation of the situation. Anyways – more on mexican politics in another post.

So what I am trying to say is that Mexico is nothing like this – Mexico is huge for european understaning (it fits about 30 european countries, I think) and incredibly diverse. This diversity is visible in culture, clothes, arquitecture, landscapes, climate zones, altitudes, language, history, mentality and food. There is desert and jungle, people working on their land with donkeys and modern industries, handcrafts and made in China, Catholicism and indigenous Religion and traditions. We will look into mexican history, geografics, etc. later, but I just want you to know: Mexico is an incredibly beautiful country and definitely worth a visit!

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Another very popular idea of Mexicans is that they are unreliable and lazy. That they are unreliable is mostly true – of course it depends on the person and the situation, but I would definitely say that Germans are more reliable. However, lazy is definitely an adjective that is not true for Mexicans: Most people have to work incredibly hard and long hours in order to supply for their family because of very low wages. In some rural areas, indigenous people are still growing plants and food with their own hands without any agricultural machines. Most students work and study at the same time to be able to pay for University.

So, here is a quick summary of what Mexico is for me: Living in central Mexico means sun (almost) everyday, it means spicy food, relaxed people, it means cars and busses everywhere, almost no bicycles and no train. It means being close with the family, because here in Mexico, family is everything. It means people looking at you like you are from another planet and people welcoming you into their home or helping you in an incredibly nice and welcoming manner. It means dealing with Machismo and with false friends and promises as well as having the best parties of your life and living life to the fullest. It means you can get yourself out of a ticket in exchange for some cash and driving around in a car with 6 or 7 people. It means you don’t have to worry and should just enjoy life instead of worrying about the future like they teach us in Europe. It means very high temperatures in spring and freezing in winter because of the lack of a heating in the house.

Ultimately, it means a lot of adjustment and possiblities, because in Mexico, everything is possible.