Gastbeitrag: Spanischlernen in Mexiko

Vor Kurzem lernte ich Katrin kennen, die im September letzten Jahres kurzerhand nach Mexiko ausgewandert ist. Sie hat die Liebe hierher geführt und so lebt sie jetzt mit ihrem Mann in Querétaro. Wenn ihr noch mehr über sie und ihre Geschichte, das Auswandern nach Mexiko oder Mexiko als Reiseland erfahren wollt, dann schaut doch mal auf ihren Blog: https://moving2mex.de/

Heute erzählt sie euch von ihrer Erfahrung beim Spanischlernen:

Schon während meines Studiums habe ich freiwillig einen Spanischkurs belegt. Einfach so, weil ich die Sprache toll fand, denn sie erinnert mich an Sonne, Sommer und Urlaub. Ich bin allerdings nicht gerade ein Sprachgenie und habe das Ganze eher als Hobby gesehen.

Als dann viele Jahre später meine zweimonatige Reise nach Mexiko anstand, habe ich mit Hilfe von Babbl und Duolingo meine eingerosteten Sprachkenntnisse wieder ein wenig aufgefrischt. Zum Essenbestellen und nach dem Weg fragen hat es dann immerhin gereicht. Als dann circa ein Jahr später der Entschluss fest stand, nach Mexiko auszuwandern, habe ich in Hamburg einen A2 Kurs belegt. Gerne hätte ich auch noch die Folgekurse mitgenommen, allerdings hat es dafür an Teilnehmern gefehlt.

Ich bin also mit ein paar Basiskenntnissen nach Mexiko ausgewandert. Nachdem die Hochzeit und der ganze Ankommensstress vorbei waren, suchte ich mir hier in Querétaro eine Spanischschule. Mit meinem Mann rede ich noch Englisch, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bald auf Spanisch switchen können.

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Meine Spanischlehrerin Claudia und ich lernen am liebsten draußen im Park!

Das mexikanische Spanisch unterscheidet sich wesentlich vom Spanien-Spanisch.

Einmal angekommen in Mexiko musste ich recht schnell feststellen, dass sich das mexikanische Spanisch doch gravierend vom Spanien-Spanisch unterscheidet. Das fängt schon damit an, dass es die “Ihr-Form” (vosotros) nicht gibt. Der Satz: “Seid ihr gut angekommen?” kann so gar nicht übersetzt werden. Hier würde man sagen: “Sind sie gut angekommen?”. “Vosotros” wird also mit “ellos, ellas, ustedes” ersetzt, wenn man selbst nicht Teil der Gruppe ist. Das heißt also, dass man anstatt sechs Verbkonjugationen (für yo, tu, él/alle/usted, nosotros, vosotros, ellos/ellas/ustedes) in Mexiko nur fünf kennen muss (für yo, tu, él/alle/usted, nosotros, ellos/ellas/ustedes).

Auch die in Spanien geläufige Perfekt-Vergangenheit (z.B. “has trabajado?”; “he vivido”) hört man in Mexiko nur selten. Hier werden zum Ausdrücken vergangener Ereignisse hauptsächlich das Imperfekt (“trabajabas?”; “vivía”) und das Indefinido (“trabajaste?”;”viví”) genutzt.

Und natürlich unterscheiden sich auch Wortschatz und Aussprache. Hier nur ein paar Beispiele:

Mexikanisch                   Spanisch                        Deutsch

  1. jugo                                  zumo                              Saft
  2. alberca                            Piscina                            Swimmingpool
  3. celular                             móvil                              Handy
  4. carro                                coche                              Auto
  5. computadora                 ordenador                     Computer
  6. departamento                piso                                 Wohnung
  7. cuarto                              habitación                      Zimmer
  8. camión                            autobús                           Bus
  9. rentar                              alquilar                           mieten

Deshalb empfehle ich das Spanischlernen in Mexiko:

Aufgrund der sprachlichen Unterschiede ist es natürlich sinnvoll, direkt mexikanisches Spanisch zu lernen. Die Sprachkurse, die du in Deutschland belegen kannst, basieren in der Regel alle auf dem Spanien-Spanisch. Einen mexikanischen Kurs zu finden, ist recht schwierig, selbst in Hamburg war meine Suche erfolglos.

Ein weiterer Vorteil vom Spanischlernen vor Ort ist natürlich auch, dass du das Gelernte direkt auf der Straße umsetzen kannst und zwangsläufig jeden Tag von Spanisch umgeben bist. Das kann den Lernprozess um einiges beschleunigen.

Zudem sind die Preise für Sprachkurse hier wesentlich günstiger. Selbst Privatunterricht ist mit rund 200 Pesos (rund 10 Euro) pro Stunde durchaus erschwinglich.

Wie findest du eine Sprachschule in Querétaro?

Neben Gruppenkursen findest du hier vor allem Einzelunterricht. Ich habe zunächst im Internet nach einem Gruppenkurs bei den rennomierten Sprachschulen hier im Zentrum Querétaros gesucht, aufgrund geringer Teilnehmerzahlen allerdings nichts gefunden. Das lag vielleicht an der Jahreszeit (Oktober/November). Zu Semesterbeginn, wenn die Auslandsstudenten in Querétaro eintreffen, hast du vermutlich mehr Glück.

Viele der kleinen Sprachschulen haben keine Homepage, weshalb es sich durchaus lohnt, persönlich vorbei zu schauen und nachzufragen. So bin ich zu Aspec Idiomas gekommen, eine kleine Sprachschule, die sich zu der Zeit auf dem Firmengelände von Tata, einem internationalen Unternehmen, in dem mein Mann arbeitet, befand. Hauptsächlich werden hier Englischkurse für Tatamitarbeiter angeboten, auf Nachfrage aber auch Spanischkurse.

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Von außen deutet hier nichts darauf hin, dass auch Spanischkurse angeboten werden…

So bin ich zu Claudia gekommen, bei der ich bereits 35 Einzelstunden absolviert habe. Wir treffen uns in der Regel drei mal pro Woche für 1,5 Stunden in der Sprachschule, die mittlerweile umgezogen ist. Aufgrund des Umzugs kam es allerdings zu finanziellen Problemen und Claudias Chef konnte ihren Lohn nicht zahlen. Sie entschied sich daher, nicht mehr für diese Schule zu arbeiten und sich selbstständig zu machen. Dafür werde ich ihr eine Webseite basteln und sie mir im Gegenzug kostenlose Spanischstunden geben…

 

Let’s talk about sex, baby

It’s the most natural thing as people say and I am often surprised about sexuality, taboos and sex education here in Mexico. I recently had a really honest conversation with a few members of Gus and my family about this. It got me thinking and I decided to talk about this topic today.

When I first came to Mexico, I was really surprised how sensual and sexual everything seemed in comparison to buttoned-up Germany. Don’t get me wrong – I don’t think that Germans are generally prude, but we still don’t like to make this topic too public. The first time my husband came to Germany, I remember very well how he wanted to kiss me passionately in public – or worse – in front of my parents. I just didn’t feel very comfortable about that back then, whereas he didn’t really see what the problem was. He was totally fine kissing me in front of his parents. In Mexico, everything you see in everyday life is more sexual – the music and lyrics that go with it, how people dress (especially girls) and dance and the language itself as mexican spanish is filled with (sexual) ambiguous sayings.

Now the funny thing is that when it comes to the topic of sex and sex education, mexicans are surprisingly conservative. Gus and me just recently had an honest talk with our nieces (15 and 19 years old) and realized that there were some gaps in their knowlegde and they weren’t as prepared as we would have hoped. If I’m not mistaken, I had sex education three times in school. We talked about anatomy, hormones, contraception, myths and truths and feelings. The rest did our parents and if necessary, informative material from the gynaecologist or the internet. Now I learned that our nieces also had this topic in school, in seperate classes for boys and girls, but that especially the female teachers feel far too awkward and embarrassed to really give an informative education. For example, our nieces didn’t know how to put on a condom – so we quickly took the biggest carrot we had in the fridge and showed them.

There are a lot of unplanned and teenage pregnancies in Mexicos – almost everyone has this one friend who became a parent while still in high school. Abortion is in most families unthinkable due to religion and tradition. So teenage girls become single mothers because the relationship with the father usually doesn’t endure. The father pays his part of child support but in most cases sees his kid every two weeks or less when he lives further away. After a few years the mother might consider going back to school or University, but only if she can count on the support from her family. Otherwise, this is not possible and she probably never achieves what she once dreamt of.

And all of this happens because people still believe in myths like the “Pull-out method” or are simply too lazy to get condoms from the store around the corner if they don’t have any in the moment of need. We have several friends who became parents this way or who dodged the bullet and then do the exact same mistake again….

Another idea people have, is that breastfeeding is a natural birth Control and you can’t get pregnant while doing it – well, my youngest niece (8 months old) is the result of just this misbelief.

I have also realized that most mexicans feel uncomfortable to openly talk about this topic: For example if we are in a circle of friends and someone makes an ambiguous joke, I usually know that people laugh because it’s something sexual, but because I don’t really understand the joke, I ask the person to explain it to me. Some people don’t have a problem with that, but a lot do and don’t really want to explain because they feel ashamed. Same applies for honest conversations about sex: a lot of people feel embarrassed and cannot talk about it – they start laughing nervously or change the topic. These two opposite sides to the topic are fascinating for me: How can sex be so present in the culture in music, advertisement, clothes etc. and at the same moment be something people talk about so little when it is a real problem for society relating to teenage pregnancies and sexually transmitted diseases?

I guess – this is yet another big difference between Germany and Mexico, between an open-minded society and a traditional, religious one: In Germany we might not be comfortable with public display of affection, parents tell their daughters to don’t wear that belly top and we certainly don’t dance as sensual as Mexicans do, but kids receive sex education, “friends with benefits” or “open relationships” are no foreign words anymore and with good friends you can certainly talk about the subject openly. In Mexico, there is a lot of public display of affection and the society is filled with sexy images, but there are a lot of taboos, the lack of knowlegde causes troubles and to openly talk about the topic in any way is a problem.

El español y el alemán

Mi esposo se está preparando para un examen de alemán. Cuando regresa de una clase me cuenta de como le sorprende el alemán cada vez más. Cómo la esctructura es tan diferente que la del español, es todo un mundo por descubrir para él. Le encanta aprender un idioma que es tan diferente al suyo, pero a la vez se queja (obviamente) de las dificultades gramaticales como la declinación del sustantivo, artículo, adjetivo y pronombre. Y claro, puedo entender que se queja porque la declinación no está nada fácil – hasta los alemanes lo hacen mal a veces.

Pero también hay ventajas del lenguaje aleman y aunque Gus quizá no lo ve ahorita, en un momento le va a gustar que es un idioma mucho más preciso que el español, por ejemplo. En español, la misma palabara tiene muchos significados diferentes – por ejemplo el verbo salir se puede expresar con mínimo 4 palabras diferentes en alemán: “ausgehen” en el sentido de salir en la noche (a bailar por ejemplo), “rausgehen” en el sentido de salir de algún edificio/ una casa para ir afuera, “fertig sein/ Schluss haben” en el sentido de salir a cierta hora del trabajo o de la escuela, “wegfahren” en el sentido de salir de la ciudad. El alemán es mucho más preciso que es algo bueno para por ejemplo las ciencias o la técnica donde el español muchas veces tiene que tomar los términos del inglés porque no hay un palabra propia.

También al momento de dar indicaciones o direcciones, el alemán es mucho más preciso – cuantas veces me he perdido después de preguntar por el camino por respuestas cómo “para allá” o “subes/bajas”, no se lo pueden imaginar 😉

Aunque el vocabulario no siempre está limitado, por ejemplo no conozco otro idioma que juega con las palabras y significados como el español: cabeza – cabezón – cabezudo – cabezazo – cabezal – cabezota.

Lo malo del alemán es que no sólo es preciso pero también bastante digamos “cuadrado”. El alemán es un lenguaje que se esucha duro y pues no es nada cariñoso como el español que usa mucho el diminutivo para hacer las cosas más pequeñas y más lindas también. Un “problemita” no suena tan mal como un “problema” y “ahorita” es una de mis palabras favoritas del español por todo lo que puede significar. En alemán un “ahora” (“jetzt”) es ahora mismo – nada de ahorita que puede ser en 5 minutos o en 5 días.

Me encanta su cariño del español – cuando una señora me dice “hija” o mi cuñada me llama “nena”. A quién no le encanta que le digan “mi amor” o “guapo/a”?! Eso jamás pasa en alemán – quizás entre padres e hijos, pero no entre la família más amplia o con gente desconocida.

Aunque siendo tan cariñoso, el español también puede ser muy vulgar también. Los doble sentidos con los que juega el lenguaje mexicano son una de las cosas que mas me fascinan y todavía me va a costar mucho tiempo y mucha práctica para entender y aplicarlos.

Al final de cuenta, el lenguaje refleja la realidad y mientras la realidad alemana es cuadrada, directa e indicaciones de lugar y tiempo tienen que ser precisos, pues la realidad mexicana es así: se vive como uno quiere, no se da importancia a ser preciso o exacto, menos con el tiempo, y lo que importa es el cariño y el amor. Y para divertirse siempre hay un buen chiste con doble sentido 😉

Cuba – a journey to the past

This year Gus an me started out with a little journey I would like to tell you about: we went to Cuba. We had been thinking about going to Cuba for some time now and around Christmas we realized that it was a good moment to go. So we bought a cheap flight from Mexico City to Havana just 5 days before the journey and started the Adventure on 1st of January.

We arrived in Havana at night that same day and immediately realized that we had come to a whole new world – this was different than any other place we had visited. While we were still in Havanas International Airport José Martí, there was a blackout – twice. It only took a few minutes until the light was back on, but it was our first impression of Cuba and we were a little bit worried. Anyways, we took a taxi to get to our casa particular – houses of cuban families that rent one or two rooms to tourists. On our way there were several things that made me think, “Yes, this is a comunist country”. I am a little to young to be able to compare Cuba with the German Democratic Republic (DDR) because I was born just one year after Germany had been reunited. However, I have an idea due to visiting the Eastern part of Germany when I was a kid and hearing stories about the DDR from my grandparents. Therefore I somehow recognized the way some buildings are build, the national pride represented in seeing the cuban flag, images of Che Guevara and Fidel Castro and signs with sayings to motivate the people like: “El hombre crece con el trabajo que sale de sus manos.” (The man grows with the work that comes out of his hands.) or “La mujer cubana crece, triunfa y avanza.” (The cuban woman grows, triumphs and advances.)

The next day we started to explore the beautiful city of Havana and quickly noticed that we had travelled to the past – the buildings of Havana and especially Old Havana, the old cars driving around everywhere, people without their cellphones in their hands and small businesses instead of big supermarkets – we felt like we had travelled 50 years back in time. All of this is amazingly beautiful in a way, in another it can be a little annoying and of course there is an explanation for all of this.

In Cuba, there is a big disequilibrium of prices and salaries. Professionals working as an employee earn about 50 EUR per month when a soft drinks costs 1 EUR or a meal in a restaurant even 6 or 7 EUR. So you can imagine, that they simply don’t have the Money to renovate their houses or even buy or Import a car which is both incredibly expensive. Technology is also very expensive here in Cuba so most people don’t have a cellphone or a computer, but simply a normal phone at home and that’s it. For those who have a Smartphone (mostly tourists) there are very few places were you can make use of the Internet. The cuban telecommunications company ETECSA offers Internet Cards for 1 EUR per hour. So you have to find a spot where there is wifi and then use the card to log in. I am going to be totally honest with you: Gus and me both used our phones to connect with the internet for about an hour each during 8 days in Cuba and it was wonderful! Havana is a place where people still walk with their head held high during the streets – no one is looking at their phone or rushing through the streets making important phone calls.

As you can probably guess from the disequilibrium of prices and salaries, most restaurants and shops (at least in Havana) are exclusively for tourists. In general, Cubans live from the tourists. Several of our hosts explained us that due to the low salaries, no one can live only from their salaries. So a lot of people rent one or two rooms in their home, a lot of people work as a taxi driver additionally to their job or they simply do illegal stuff like selling the ETECSA Internet Cards for a much higher Price in the street. You might be wondering how that can work when you just buy one for the normal price at the company. Well, first of all, most tourists don’t know that the Price is 1 EUR for 1 hour. Second of all, ETECSA is one of the places where you will have to wait in line for a while. Yes, Cuba is a place where people have to wait in line for a lot of stuff, we saw lines for currency exchange offices, for shops that sell cleaning and personal hygiene products (These are very expensive and difficult to get in Cuba – bring your own stuff!), markets, bakeries and restaurants.

I have to admit that I – as the sweet tooth that I am – had some difficulties. If you go to Cuba, you won’t starve because the main meals in restaurants and family places are good, but we had a lof ot difficulties finding Snacks. We usually eat some fruit, peanuts, sandwich, some sweet bread or whatever during the day, especially when we’re on the road travelling from one place to another. This was almost impossible in Cuba. You might find a sandwich or some cookies (of bad quality) but that’s it. And me, sweet tooth, I suffered from there being almost no sweets but chocolate and vanilla ice-cream.

Cuba is a place of incredibly people. Yes, you do have to be careful that you don’t pay far too much for a service (taxi, meal etc.), but it’s understandable that the Cuban people want to use any opportunity to get Money due to their economic situation. But besides that, we have never met people so open and interested. Cubans start talking to you at any occasion out of sincere interest about you. They want to know about other places and people since it’s rather difficult for them to leave their country. They are interested in knowing because most of Cubans don’t even know their own country. Cubans use any possibility for some small talk and know how to enjoy life. The island they live on gives them an easy-going, tranquil life where they can enjoy a good mojito or a cigar at any time. This applies even more for the rural areas (we visited Viñales and Trinidad), Havana is much more busy and hectic at times. In Trinidad we actually felt like we had travelled back 100 years in time, the streets are made out of cobble stones and the way of transporting are mostly horse-drawn carriages and bicycles. People in Trinidad were especially nice and the place especially tranquil.

When you decide to stay in a casa particular, so to rent a room with a cuban family, be prepared to be welcomed as part of the Family with a lot of love, kindness and affectionateness. Cuban people are incredibly kind and open-minded. This loving welcome combined with the interesting places and beautiful landscapes this island has to offer made this journey something very special for us and I can honestly recommend anyone who wants to see something different, to go to Cuba.

 

 

Posadas and piñatas

Well, the year is coming to an end and you are probably wondering how Christmas is celebrated here in Mexico.

First of all, I have to say, that growing up in Germany where we have so many wonderful Christmas traditions and put a lot of importance towards the weeks before Christmas, the festivities itself, the family, the food and the gifts, it is sometimes hard for me to not be in Germany during this time. I miss my family and the traditions I grew up with especially during this time of the year – the Christmas markets, opening the advent calender every morning until the 24th, baking cookies and making a gingerbreadhouse. During my time in England it was no problem, because there it´s almost the same, including the cold weather. All of this is either missing or very different in Mexico.

First of all, Mexicans don’t celebrate the Advent season, the 4 weeks before Christmas. The city and houses are decorated with images and lights in every colour you can imagine, enormous christmas trees are put up in the plazas and people go a little mad in the shopping malls.

So far so good – this is pretty much the same Thing all around the world during this time. Now what is the mexican thing about Christmas? Easy – posadas, piñatas and the importance of family.

In Mexico, posadas are held in families, neighbourhoods, streets, at work and with friends during the 16th of December and Christmas. The first Posada was celebrated in monastery of Acolman in Mexico City. The posadas represent the pregnancy of Maria and her and her husbands search for a place to stay in Bethlehem. People at a Posada sing Christmas songs, eat and drink and there is always a piñata.

Even if you don’t attend a Posada, a piñata is a vital element of any Christmas celebration and through out the year of children’s birthdays as well. Originally, the form of a piñata was round with seven peaks representing the seven capital sins. Therefore, when smashing the piñata it was a symbol for destroying the seven capital sins. Nowadays, piñatas come in all shapes – traditional ones, characters from movies, cartoons etc. Just recently we bought a piñata for our nephew of Captain America and in April we had a Minion piñata for my cousin. You put up the piñata hanging on a rope recheable for everyone. One side of the rope is movable and this way, someone is moving the piñata up and down and to the sides. For small children this is not necessary but for adults the piñata is moving and also they use a blindfold for their eyes to make things more complicated.

The piñata is usually made out of papermaché and therefore getting weaker with every hit until she eventually bursts open and all the sweets fall out. For hitting the piñata usually a broomstick is used (in case you are wondering – yes, we have already broken several broomsticks this way). As you can see in the picture, the moment, the piñata bursts open, everyone wants the sweets. Seriously – this is like war. I have seen my mexican family throwing themselves at the sweets, gathering them up in an incredible speed and ignoring anything else that is happening around them. On our nephews birthday a month ago, my husband took away sweets I was aiming for – I was holding our baby niece at that moment and when I asked him later about it, he hadn’t even realized that it was us aiming for the sweets! Seriously, if Mexicans were as determined as they are with the piñata in all other matters, this would be a world-leading economy!

Anyways – to come back to mexican Christmas, the most important part of all is to be with the family. I love this part, because in Germany we sometimes loose focus on the family part and concentrate on the gifts, worry about the right food etc. But here, family is the only thing that matters for Christmas – and isn’t that the main idea of the Holidays?

 

 

 

 

 

 

 

Vermittlerin zwischen zwei Kulturen

Seit ein paar Wochen arbeite ich als Dolmetscherin im technischen Bereich. Es geht bei diesem Projekt darum, zwischen ein paar deutschen Technikern und mexikanischen Arbeitern zu übersetzen. Dieses Training ist das erste Mal, dass ich mehrere Wochen am Stück übersetze und es fällt mir dabei immer wieder auf, dass ich nicht nur als Dolmetscherin, sondern vor allem auch als Vermittlerin zwischen zwei Kulturen fungiere.

Die deutsche “Zackizacki-Mentalität” trifft auf die mexikanische “Ausredenwirtschaft”, wie ich sie nennen möchte. Man muss sich das so vorstellen: Der Deutsche fragt den Mexikaner eine konkrete Frage. Ich übersetze ihm diese Frage und der Mexikaner antwortet. Allerdings beantwortet er nicht die Frage, sondern windet sich wie eine Schlange um eine konkrete Antwort, die er offensichtlich, warum auch immer, nicht geben will. Also übersetze ich diese Antwort, die keine Antwort ist an den Deutschen. Dieser denkt sich: “Hey, das ist doch gar nicht die Antwort auf meine Frage” und fragt nochmal mit anderen Worten oder auf andere Art und Weise. Das übersetze ich dem Mexikaner und wieder weicht dieser der Antwort aus. So geht das weiter bis man irgendwann mit viel Geduld und Hartnäckigkeit die Antwort auf eine Frage bekommt, die man in einem Satz hätte beantworten können. Überhaupt scheint für die Deutschen auf den ersten Blick hier alles viel komplizierter als bei ihnen im heimischen Werk: Vorgänge werden hier in Mexiko durch (unlogische) Sicherheitsvorschriften und allgemeine Organisationsprobleme erschwert oder gar unmöglich gemacht. Ein einfaches Beispiel: Während man in Deutschland einfach Teile aus einer Kiste rausnehmen kann und so schnell weitermachen kann, wenn ein Teil mal kaputt ist, sind die Teile hier in Mexiko genau gezählt. Es wird mit einem Baukastenprinzip gearbeitet wo die genaue Anzahl von Teilen drin ist. Auf die Anmerkung, dass das doch unpraktisch sei und die Produktion aufhalte, wenn mal ein Teil fehlerhaft ist, entgegnen die Mexikaner: “Ja, aber wenn wir das gleiche System wie in Deutschland verwenden, verschwinden hier Teile, weil sich Leute die mit nach Hause nehmen.” Die Deutschen fühlen sich anhand solcher Aussagen machtlos und gelangen in einen Konflikt mit ihrer Arbeitsmoral. Denn in Deutschland fühlen wir uns schließlich unserer Arbeit verpflichtet. Wir denken mit und weiter und bleiben nicht nur an einem Vorgang hängen. Diese Arbeitsmoral ist zwar für den Arbeitgeber erstmal gut, aber kann natürlich auch zu Stress führen, wenn man sich emotional nicht auch ein bisschen distanziert und die Arbeit nach Feierabend einfach Arbeit lassen sein kann. Da ist die mexikanische Mentalität für den einzelnen Arbeitnehmer schon vorteilhafter, wenn sie auch für den Arbeitgeber ein Albtraum ist, denn der allgemeine mexikanische Arbeiter fühlt sich seiner Arbeit nicht wirklich verpflichtet. Wenn etwas falsch oder nicht mehr vorhanden ist, ist es nicht selbstverständlich, dass man dem Vorarbeiter Bescheid gibt und in der Zwischenzeit arbeiten sie einfach falsch weiter oder unterhalten sich mit ihren Kollegen. Die wenigsten denken mal über ihre Aufgabe hinaus mit und allgemein herrscht die im Land so verbreitete Einstellung “Komm’ ich heut’ nicht, komm’ ich morgen” auch bei der Arbeit. Gern genommen ist auch die Erklärung: “Das ist nicht meine Aufgabe.”

Da sind die Deutschen schon um einiges organisierter und strukturierter. Wenn es in Deutschland ein Problem gibt, wird eine Lösung gesucht. Wenn es in Mexiko ein Problem gibt, hören die Deutschen viele verschiedene Erklärungen und Ausreden, warum etwas nicht funktioniert, aber an einen Lösungsansatz denkt man erstmal nicht.

All diese Dinge über unterschiedliche Kultur, Arbeitsmoral und Organisation einer Firma sind den Deutschen vor Ankunft in Mexiko eher selten klar. Daher müssen wir als Dolmetscher auch erklären und vermitteln. Mexikanern kann man die Dinge nicht so hart und direkt sagen wie unter Deutschen. Wenn die Deutschen unter sich mal lautwerden, mache ich mir keine Sorgen, weil ich weiß, dass das einfach mal raus muss. Aber die Mexikaner schauen besorgt, denn laut werden aus Wut gibt es hier nicht. Man sagt sich die Dinge ruhig und gelassen, auch wenn es schwierige Themen sind, aber nicht mit hochrotem Kopf und erhobener Stimme. So wie die Mexikaner also den Antworten ausweichen, so sind die Deutschen zu direkt, denn wenn ich ihre wütenden Worte manchmal direkt übersetzen würde, wären die Mexikaner sehr gekränkt und würden vermutlich die Arbeit komplett verweigern. “Das ist doch totale Scheiße.” wird daher auf Spanisch zu sowas wie “Eso está muy mal.” (Das ist sehr schlecht.)

Das wichtigste ist wie so oft auf beiden Seiten Toleranz und Geduld, denn sonst sind die Deutschen frustriert, weil sie mit der “Zackizacki-Mentalität” nicht weiterkommen und die Mexikaner sind frustriert, weil sie Ärger bekommen. Sie werden unsicher, weil sie Dinge falsch machen und wollen aus Unsicherheit noch weniger Verantwortung als sowieso schon übernehmen, denn in der “Ausredenwirtschaft” wird so wenig Verantwortung wie möglich übernommen.

Mir bleibt an dieser Stelle nur, aufzuzeigen, was man voneinander lernen kann. Auch ich muss manchmal noch daran arbeiten, mein “Deutschsein” abzulegen oder an Mexiko anzupassen, aber ich arbeite daran 🙂 Wenn alle beteiligten Personen aus der Erfahrung lernen, dann übernehmen die Mexikaner in Zukunft hoffentlich mehr Verantwortung, organisieren Vorhaben im Vorfeld besser und kümmern sich um Dinge, die sie etwas angehen anstatt, zu sagen “Ist mir egal”. Die Deutschen hingegen müssen lernen, dass sich Pläne ändern können, dass man die Arbeit nicht immer so ernst nehmen muss und das es manchmal schlichtweg verschwendete Energie ist, sich über Dinge aufzuregen, die man sowieso nicht ändern kann.

 

Kuchen und Schokolade

Immer wieder werde ich von Mexikanern gefragt, wie ich mit der mexikanischen Küche zurecht komme und was ich vermisse vom deutschen Essen. Das beantworte ich immer gleich: Mir fehlt Schwarzbrot, deutsche Schokolade, Kuchen und Lakritz. Ok, Lakritz ist etwas sehr spezielles, was auch in Deutschland zugegeben nicht jeder mag, deshalb ist das ein wenig außen vor. Dass es Schwarzbrot nur bei uns gibt ist auch jedem klar, der mal in Südeuropa war und sich dort mit Weißbrot arrangieren musste.

Bezüglich der Schokolade: Ich weiß nicht, was da in Mexiko schiefläuft mit der Schokolade, denn schließlich kommt ja der Rohstoff, der Kakao, aus Mexiko. Schon die Maya benutzten die Kakaobohnen um Trinkschokolade herzustellen. Dann kamen allerdings die Europäer und entwickelten wunderbare Verarbeitungsformen dieses Rohstoffs. Nicht umsonst ist die Schweizer oder Belgische Schokolade weltbekannt. In Deutschland habe ich immer das Gefühl, dass nicht nur die Schokolade wunderbar cremig und lecker ist, sondern wir auch sehr einfallsreich mit den Geschmackssorten sind – man denke nur mal an Schokoladenkreationen mit Cranberries, Popcorn oder Chili abgesehen von den üblicheren Sorten mit Keks- oder Fruchtfüllung. Ritter Sport bringt jedes Jahr neue saisonale Geschmackssorten raus – es scheint also ein ewig erweiterbares Feld zu sein.

Heute kann man in Mexiko wunderbare Trinkschokolade aus Kakao bekommen (zum Beispiel in Oaxaca) aber die Schokolade als Süßigkeit ist nicht zu vergleichen mit der deutschen. Hier gibt es vor allem mexikanische und US-amerikanische Sorten und die sind längst nicht so cremig, so lecker oder so vielfältig wie in Deutschland sondern schmecken oft nur nach Zucker. Man kann zwar importierte Ritter Sport kaufen, aber auch die sind nicht mehr so lecker wie in Deutschland durch den langen Transport und außerdem kosten sie das vierfache wie zuhause.

Typische mexikanische Süßigkeiten beinhalten eben keine Schokolade und sind mir ehrlich gesagt nach wie vor ein Rätsel, denn die meisten enthalten Chili. Zwar sagen die Mexikaner, das sei doch “süßer Chili”, aber für mich ist es trotzdem leicht scharf und keine Süßigkeit.

Genau so wie mir “vernünftige” Schokolade in Mexiko fehlt, vermisse ich auch die schöne deutsche “Kaffee- und Kuchenkultur”. Neulich sprach ich mit einem mexikanischen Bekannten, der mehrere Jahre in Deutschland gelebt hat. Als seine Gastfamilie 2 oder 3 Leute zum Kaffee einlud, wusste er mit diesem Konzept überhaupt nichts anzufangen, denn in Mexiko wird immer Gott und die Welt eingeladen und Kaffee und Kuchen als Mahlzeit gibt es auch nicht. Dabei ist das eine so wunderbare Gelegenheit zusammenzukommen! Egal ob zuhause oder in einem Café, es ist immer ein intimes Treffen zum Plaudern und wer hat schon keine Lust zum Plaudern über einem leckeren Stück Kuchen und einem Kaffeegetränk?!

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Bezüglich der Kaffeegetränke ist Mexiko auf einem guten Weg, denn es gibt eine ungeheure Vielfalt: Vor allem Frappés und kalte Kaffeespezialitäten gibt es mit allem, was man sich so vorstellen kann: Mokka, Oreo, Schokolade, Cappuchino, Nutella usw. Kuchen allerdings gibt es in Mexiko generell, wenn jemand Geburtstag hat, aber nicht einfach so mal am Wochenende, weil man Lust hat, einen zu backen. Und selbst zum Geburtstag kommt man nicht auf die Idee, den Kuchen am Nachmittag zu verspeisen, sondern es gibt ihn nach dem Abendessen als Nachtisch. Die wenigsten Leute backen Kuchen, meist wird er gekauft. Als meine Familie zu unserer Hochzeit kam, beschlossen wir, dass meine Mama, Tante, Schwester und beste Freundin unsere Hochzeitstorte machen würden. Das stieß bei der mexikanischen Familie auf Verwunderung und meine mexikanische Nichte nutzte die Gelegenheit direkt, um zu helfen und zu lernen, einen Kuchen zu backen. Der Kuchen hier in Mexiko ist auch von der Machart ganz anders als wir es gewöhnt sind: In den allermeisten Fällen sind es mächtige Sahne- oder Cremetorten, ab und zu gibt es auch mal einen Cheesecake, aber auf einen schönen Obst- oder Marmorkuchen kann man lange warten. In Bäckereien gibt es zwar süßes Gebäck, aber was täte ich nicht manchmal für eine Streuselschnecke oder ein Franzbrötchen!

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